Zurück

Zurück in die (berufliche) Heimat

Nach 13 Jahren bin ich zurück bei Ansel & Möllers. Bei den Anfängen meiner Berufslaufbahn. Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen, irgendwie gewohnt und doch ganz neu. Ich bin nicht mehr dieselbe. Bin inzwischen erwachsen geworden. Doch auch die Agentur hat sich verwandelt. Auch die kleine PR- und Eventagentur ist groß geworden. Ein paar Gesichter kenne ich noch gut. Freue mich Regine Rapp, Simone Setka und natürlich Katrin Möllers wieder zu sehen. Und bin gespannt darauf, was mich erwartet.

Aufwachsen

Für das deutsche Wort Heimat gibt es in anderen Sprachen keine Entsprechung. Für uns Deutsche ist Heimat nicht nur eine Geburtsstadt. Sondern ein Gefühl der Verbundenheit und der Ort, an dem die erste Sozialisierung stattfand. Wenn ich das Wort auch auf meine berufliche Sozialisierung in der Kommunikation übertrage, ist meine Heimat hier, bei Ansel und Möllers – oder damals noch R.A.& P. Marketingkommunikation. Nach meinem wenig erfüllenden BWL-Studium und dem Diplom in der Tasche haben mir Katrin Möllers und Jochen Ansel eine Heimat gegeben. Hier durfte ich während eines Volontariats wachsen, mich ausprobieren und entwickeln. Und als fertige PR-Beraterin die Baubranche kennenlernen. Meine Kunden hießen damals Wodego, Thermopal, Honeywell und CentraLine – wie schön, dass sich Honeywell mit neuem Namen Resideo noch immer in der Kundenliste findet. Doch wie das bei Kindern so ist: Irgendwann spannen sie die Flügel aus und verlassen das Nest. 

Erwachsen werden

Für mich ging es zu einer anderen Stuttgarter PR-Agentur. Etwas weniger Bauthemen, dafür internationale Projekte für Intersport, den Champagne Verband oder Pink Lady. Und auch eine neue bunte Lifestyle-Themenwelt aus Kosmetik, Mode und Food. 13 spannende Jahre voller beruflicher Erfahrungen und privater Meilensteine. 

Mein Herz habe ich schon mit 18 Jahren an das SHK-Handwerk verloren – besser gesagt an einen zukünftigen Installateur. 22 Jahre später sind wir seit vielen Jahren verheiratet und versuchen zwei wilde Jungs groß zu ziehen. Der junge Mann von damals ist inzwischen Geschäftsführer eines SHK-Betriebs in Bad Cannstatt mit 20 Mitarbeitern und schreibt mit seinem Bruder die über 100-jährige Familiengeschichte fort. So hat mich die SHK-Branche auch in den letzten Jahren begleitet: Nicht am Schreibtisch, dafür aber am Familientisch. In leidenschaftlichen Diskussionen über Fachkräftemangel und fehlenden Nachwuchs, verrückte Preiserhöhungen, die Zusammenarbeit mit Architekten oder betriebswirtschaftliche Herausforderungen. Jetzt freue ich mich, diese Themen auch wieder auf dem Schreibtisch zu haben – mit Geberit als Kunden.

Seit 2022 bin ich zurück in der „alten Heimat“ und überrascht, wie sich die Agentur in dieser Zeit weiterentwickelt hat. Als ich R.A.&P. Marketingkommunikation verließ, kümmerten sich 15 Mitarbeiter um klassische Pressearbeit und Events. Heute bietet das 35-köpfige Team bei Ansel & Möllers ganzheitliche Kommunikationslösungen mit vernetzten On- und Offline-Maßnahmen. Also nicht nur PR sondern auch Strategie, Social Media, Werbung und Live-Kommunikation. Für mich ist es also nicht nur eine Wiederkehr, sondern auch ein spannender Neubeginn.

Alt werden

Jetzt habe ich noch 27 Berufsjahre bis zur Rente vor mir. Da bleibt noch viel Zeit Neues zu lernen. Bis dahin gibt es sicher keine Blogs und Websites mehr. Ansel & Möllers hat dann vielleicht einen neuen Namen. Aber wenn ich bei Renteneintritt noch hier bin, dann schreibe ich, wie es mir ergangen ist.