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7 Steps zum erfolgreichen Agenda Surfing

Trendthemen mit Produkten zusammenbringen

7 Steps zum erfolgreichen Agenda Surfing


Eines der größten Komplimente, das unsere Kunden uns in der B2C-Kommunikation machen können? Dass wir immer wieder relevante Themen für die erfolgreiche Kommunikation ihrer Produkte finden. Das ehrt uns sehr, denn das Finden und Erzählen guter Stories ist der Nukleus unserer PR-DNA. Insbesondere für Me-Too-Produkte ist es nicht immer einfach, neue, aktuelle Themen zu identifizieren. Wie also verschafft man ihnen die nötige Awareness bei den Zielgruppen? Mit einer durchdachten Content-Strategie gelingt es! Ein wichtiges Instrument hierbei ist das Agenda Surfing. Passend zu den sommerlichen Temperaturen nehmen wir es heute genauer unter die Lupe. 

Mit den richtigen Themen auf der Trendwelle surfen 
Was ist Agenda Surfing? Während es beim Agenda Setting um langfristig planbares Entwickeln und Besetzen eigener Themen geht, nutzen wir beim Agenda Surfing bereits gesetzte oder kommende Themen und Trends Dritter für die Kommunikation. Man darf sich das Ganze wie eine mediale Welle vorstellen, auf der wir mit unseren Kunden reiten. Der Vorteil liegt auf der Hand: Indem wir unseren Kunden mit einem Thema verknüpfen, über das die Öffentlichkeit bereits spricht, verschaffen wir ihm leichter Aufmerksamkeit – sei es in der klassischen PR oder in Social Media. Dabei gilt es einige Punkte zu beachten, wenn wir beim Wellenreiten obenauf bleiben wollen. Auf was also kommt es an? 

1. Immer einen Schritt voraus sein 
Wer Agenda Surfing betreiben will, dem genügt es nicht am Puls der Zeit zu sein: Er wirft auch einen Blick in die Zukunft. Denn nur so kann er wissen, welche Themen im gesellschaftlichen Diskurs zu welchem Zeitpunkt relevant sein werden und wie sich Trends entwickeln. Und nur so ist Agenda Surfing auch planbar und strategisch.

2. Mit offenen Augen und Ohren, jederzeit 
Wer Trendthemen für eine Marke identifizieren möchte, der tut dies immer und überall: Worüber berichten die relevanten Medien und Kanäle gerade? Über welche Themen werden sie künftig berichten (Monitoring und Themenpläne geben Auskunft)? Was beschäftigt die Zielgruppe derzeit? Darüber hinaus halten (Branchen)-Newsletter und Trend-Studien einen auf dem Laufenden.

3. Mögliche Themen kennen
Welche Themen kommen für Agenda Surfing in Frage? Gesellschaftliche Ereignisse (Fußball-Weltmeisterschaft,  Wahlen), kommende Trends (Lifestyle-, Food-, Wohn-Trends), Feier- und Thementage (Weihnachten, Tag der Kusses), Jubiläen (z.B. Todestage berühmter Persönlichkeiten): Das sind Themen, über die auf jeden Fall in den Medien gesprochen wird – sei es in der Tagespresse oder auf Facebook. Sie alle können potentielle Aufhänger für unseren Content sein, sollten aber nicht inflationär bedient werden. 

4. Die Relevanz bewerten
Nicht alles, was auf den ersten Blick interessant ist, ist auch wirklich relevant. Agenda Surfing funktioniert nämlich nur, wenn das Trendthema auch tatsächlich zu Marke und Produkt passt. Marken- und Produktkenntnis sind also Voraussetzung für eine erfolgreiche, stimmige Kommunikation. Nur so können wir die Möglichkeiten kritisch sondieren, unserem Kunden geeignete Themen empfehlen und daraus eigenen Content entwickeln. 

5. Die passenden Kanäle identifizieren
Das Gleiche gilt auch für die Kanäle: Wir bei Ansel & Möllers denken crossmedial, wissen aber, dass nicht jeder Content in alle Medien oder jeden Kanal passt. Durch unsere langjährige Erfahrung können wir einschätzen, wo der Content am besten aufgehoben ist – und in welcher Form. Denn je nach Medium und Kanal variieren Ansprache und Format. So kann es durchaus sinnvoll sein, Inhalte auch als Grafik oder Bewegtbild aufzubereiten, um ein Thema möglichst breit zu streuen. 

6. Zum richtigen Zeitpunkt kommunizieren
Ist eigentlich selbstverständlich, sei aber dennoch hier noch einmal erwähnt: Beim Agenda Surfing kommt es darauf an, das richtige Thema gezielt in die Medien zu bringen – und zwar zum richtigen Zeitpunkt. Die Welle reiten kann nur, wer ihren Peak erwischt. Ebbt die Welt bereits ab, ist es meist zu spät zum Surfen. Es sei denn, der Content ist außergewöhnlich relevant. Um diesen richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen, planen wir langfristig und haben z.B. auch die Vorläufe der Medien stets im Blick. 

7. Und danach?
Ein letzter, wichtiger Punkt: Um den Erfolg einer Maßnahme messen zu können, prüfen wir, ob wir die im Vorfeld definierten Ziele, wie etwa die Erhöhung des Bekanntheitsgrads oder das Ansprechen einer neuen Zielgruppe, auch erreicht haben. Nur so wissen wir, ob unsere Maßnahmen sinnvoll sind und könnten ggf. nachjustieren.   

Ansonsten gilt beim Agenda Surfing wie bei jedem Sport auch: Dran bleiben, sonst verpufft der Erfolg!

Und was ist Newsjacking? 
Newsjacking ist eine Sonderform des Agenda Surfings. Beim Newsjackig geht es nicht um langfristige, sondern um kurzfristig aufkommende Trendthemen, die für die eigene Kommunikation „geraubt“ und umgedeutet werden, um sie für eigene Zwecke zu nutzen. Das Satire-Magazin Der Postillon macht sich dieses Instrument immer wieder zu eigen und ist zumindest in Social Media sehr erfolgreich damit.